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Projekttreffen-Stuttgart-26-02-10
© UBoPlus

Projekttreffen #2: Übersicht bodenpolitischer Instrumente, Auswahl der Reallabore und Reflexion

Aktuelles

Am 11. und 12. Februar 2026 traf sich das Projektteam in Stuttgart bei ZIRIUS an der Universität Stuttgart zu einem intensiven und zugleich sehr konstruktiven Projekttreffen.  An Tag 1 stand die Diskussion der bisherigen inhaltlichen Arbeiten im Mittelpunkt:  Die verantwortlichen Partner gaben Einblicke in den aktuellen Stand von Kommunikation und Partizipation, zur Übersicht über Instrumente der kommunalen Bodenpolitik sowie zur Analyse von Akteuren und potentiellen Konflikten. Außerdem bot eine moderierte Reflexion Raum für einen offenen Austausch zur Zusammenarbeit im Projekt. Dabei ging es unter anderem um die Frage, was sich bewährt hat, was weiterentwickelt werden sollte und welche Veränderungen gewünscht sind.

Ein Fokus lag auf der Planung kommender Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft.  Besonders hervorzuheben ist ein anstehender Workshop zu bodenpolitischen Instrumenten, verbunden mit der Frage, welche Instrumente trotz knapper kommunaler Kassen anwendbar sind, um mehr bezahlbaren Wohnraum im Innenbereich von Städten zu schaffen.

Am zweiten Tag ging es darum, die nächsten Schritte vorzubereiten und dafür vor allem ein gemeinsam geteiltes Verständnis zu schaffen, wer welche Aktivitäten im Jahr 2026 plant. In mehreren Input- und Diskussionsrunden stellten die Partner ihre Vorhaben vor: Besonders spannend ist derzeit die Auswahl von Reallaboren in der Stadt Ulm. Kriterien wie das Vorkaufsrecht der Stadt, vorhandene Eigentümer:innen-Strukturen und potentielle Entwicklungsmöglichkeiten spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das geplante Wirkungsmodell wurde ebenso vorgestellt wie die neuen Schwerpunkte „Policy-Mix-Design und Mehrebenen-Governance“. Auch Kommunikation und Partizipation wurden im Hinblick auf die kommenden Arbeitsschritte weiter geschärft. In den Diskussionen wurde deutlich, wie eng die Arbeiten im Projekt inzwischen verzahnt sind und wo weiterer Abstimmungsbedarf besteht. Mit einem klaren gemeinsamen Verständnis der nächsten Schritte und gestärkter Zusammenarbeit endete das Treffen am frühen Nachmittag.


© Stadtarchiv Ulm

UBoPlus im Gemeinderat: Positive Resonanz auf neue Ansätze der Bodenpolitik

Aktuelles

Am 17.12.2025 wurde das Projekt UBoPlus im Ulmer Gemeinderat vorgestellt. Die Präsentation stieß parteiübergreifend auf großes Interesse und breite Zustimmung.

Besonders positiv hervorgehoben wurde, dass Ulms etablierte Bodenpolitik durch das Projekt wissenschaftlich begleitet und weitergedacht wird. Ziel ist es, zusätzliche Potenziale für bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu erschließen – auch jenseits des klassischen Neubaus.

Seit über 130 Jahren kauft die Stadt strategisch Grundstücke, um Bodenspekulation zu verringern und die Stadtentwicklung langfristig sozial gerecht zu steuern. UBoPlus knüpft daran an und untersucht, wie auch bestehende Gebäude und Flächen besser genutzt werden können, um neuen Wohnraum zu schaffen – klimafreundlich und bezahlbar.

In den kommenden Jahren werden neue Instrumente in Ulmer Quartieren erprobt. Die Ergebnisse sollen nicht nur Ulm, sondern auch anderen Städten als Orientierung dienen. Der Gemeinderat sieht darin einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Stadtentwicklung.


Erstes UBoPlus “Dialogforum innovative Bodenpolitik”

Aktuelles

Am 1. Dezember 2025 fand das erste Online-Austauschtreffen der Reflexionskommunen und assoziierten Projektpartner im Rahmen des UBoPlus-Projekts statt.

Teilgenommen haben Vertreter*innen der wissenschaftlichen Verbundpartner, ZIRIUS – Universität Stuttgart (Projektkoordination) und die TU Dortmund, des Projektpartners im Bereich Partizipation & Wissenschaftskommunikation Wissenschaftsladen Bonn e. V. (Moderation) sowie der Stadt Ulm. Als Reflexionskommunen waren die Städte Aachen, Freiburg und Leipzig vertreten. Zudem beteiligten sich die assoziierten Partner Kreis Lippe, der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung sowie der Projektträger Jülich (DLR), vertreten durch Benjamin Freier.

Im Mittelpunkt des Treffens standen erste Einblicke in die bodenpolitischen Ansätze und aktuellen Erfahrungen der beteiligten Kommunen. Die Ulmer Bodenpolitik wurde von Tanja Oelmaier (Stadt Ulm, Abteilungsleitung Liegenschaften und Wirtschaftsförderung) vorgestellt und bot zusammen mit den anderen Erfahrungsberichten Anlass für eine vertiefte Diskussion zu bestehenden Instrumenten und deren Anwendung in der Praxis.

Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der schwierigen kommunalen Finanzlage und ihre Erwartungen an das Projekt aus. Ziel des Austausches soll es sein – neben Impulsen und guten Argumenten für eine aktive BodenpolitikLösungsansätze bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gemeinsam zu entwickeln und so die Innenentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Gewünscht wurden zwei Dialogforen jährlich, inklusive Fachinputs und Austausch zu Best-Practice-Beispielen. Zudem sind gegenseitige Besuche und Exkursionen im Verlauf der fünfjährigen Projektlaufzeit angedacht, um eine aktive Teilhabe am Projektgeschehen zu ermöglichen.


Team des Projekts UBO Plus steht gemeinsam vor einem Schaufenster
© UBoPlus

Kick-off für UBoPlus: Projektstart im Schwörsaal von Ulm

Aktuelles

Am 23. und 24. Juni 2025 fand in Ulm der Auftaktworkshop zum Forschungsprojekt „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus“ statt. Im Rahmen des vom BMFTR (LINK) geförderten Verbundprojekts erarbeiten Wissenschaft und Praxis gemeinsam neue Instrumentenmixe für die kommunale Bodenpolitik, um neuen Wohnraum zu schaffen und den Bestand umzubauen – und zwar sozial gerecht, ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähig.

Zum Auftakt kamen Vertreter*innen der Stadt Ulm und der Forschungspartner im historischen Schwörsaal der Stadt Ulm zusammen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Tim von Winning am ersten Tag stellte Tanja Oelmaier von den Ulmer Liegenschaften und Wirtschaftsförderung den aktuellen Stand und Herausforderungen für die Ulmer Bodenpolitik vor. Anschließend gab Dr. Timo Munzinger einen Input aus Sicht des Deutschen Städtetages.

Eine Stadtführung durch verschiedene Innenstadtquartiere mit Peter Rimmele, Abteilungsleiter Stadtplanung, Umwelt, Baurecht -Städtebau und Baurecht I, rundete das Kennenlernen der Ulmer Bodenpolitik, aktueller städtebaulicher Projekte und neuer Herausforderungen ab.

Der zweite Tag startete mit einem Überblick über das Arbeitsprogramm des Projektes. Ziele und Erwartungen wurden abgestimmt und gemeinsame Arbeitsstrukturen und Schnittstellen sowie konkrete Arbeitsschritte der nächsten Monate vereinbart. Mit dem Kick-off ist der Grundstein für eine enge transdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt, in der neue Ansätze der Bodenpolitik für Ulm entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Akteuren reflektiert werden. Ein wichtiges nächstes Treffen findet im Dezember statt. Dann lernt das Projektteam die Reflexionskommunen Aachen, Freiburg und Leipzig kennen. Diese Städte begleiten das Projekt eng. Der Austausch soll sowohl Impulse in Ulm für neue innovative Wege in der Innenentwicklung geben als auch die Ulmer Bodenpolitik bewerben.