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Welche Themen sind im Dialogforum spannend für die Reflexionskommunen?

Dialogforum innovative Bodenpolitik #2

Welche Themen sind im Dialogforum spannend für die Reflexionskommunen?

admin@uboplus

Wie kann die Akzeptanz und Umsetzung bodenpolitischer Instrumente gesteigert werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich das zweite Dialogforum im Projekt UBoPlus am 11. Juni 2026.

Die UboPlus Verbundpartner haben in einem Online-Workshop mit dem vhw-Verband und den Reflexionskommunen Aachen, Freiburg und Leipzig Erfahrungen aus der kommunalen Planungspraxis ausgetauscht und diskutiert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen verschiedene Instrumente der Bodenpolitik, darunter das Erbbaurecht, Flächenkataster, Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen (SEM), Baugebote sowie kooperative Baulandmodelle und städtebauliche Verträge. Nach einem kurzen Rückblick auf den bisherigen Projektverlauf arbeiteten die Teilnehmenden in thematischen Breakout-Sessions an konkreten Fragestellungen zu Chancen, Hemmnissen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Instrumente.

Die Diskussionen machten deutlich, dass genügend bodenpolitische Instrumente vorhanden sind und teils erfolgreich eingesetzt werden. Herausforderungen bestehen jedoch häufig in ihrer praktischen Anwendung, ihrer politischen und gesellschaftlichen Akzeptanz sowie in den personellen und finanziellen Ressourcen, die für ihre Umsetzung erforderlich sind. Besonders intensiv wurden Fragen der Finanzierung, der politischen Mehrheitsfähigkeit sowie langfristiger kommunaler Bodenstrategien diskutiert.

In der abschließenden Plenumsdiskussion kristallisierten sich zwei zentrale Erkenntnisse heraus. Zum einen wurde betont, dass nicht zwangsläufig neue Instrumente benötigt werden. Vielmehr kommt es darauf an, bestehende Ansätze besser zu kommunizieren und ihre Vorteile sichtbar zu machen. Positive Beispiele, nachvollziehbare Ziele und ein transparenter Dialog können wesentlich dazu beitragen, Akzeptanz für bodenpolitische Maßnahmen zu schaffen.

Zum anderen wurden grundlegende Fragen aufgeworfen, die viele Kommunen derzeit beschäftigen: Werden die zunehmend komplexen Regelungswerke den aktuellen Herausforderungen tatsächlich gerecht oder führen sie vor allem zu einem steigenden Personal- und Verwaltungsaufwand? Und wie realistisch ist es für Kommunen unter den aktuell angespannten finanziellen und personellen Rahmenbedingungen, eine aktive Bodenbevorratung und langfristig ausgerichtete Bodenpolitik zu betreiben?

Die vielfältigen Perspektiven und Praxisbeispiele lieferten wertvolle Impulse für die weitere Projektarbeit. Die Diskussionen werden im Rahmen des nächsten Dialogforums Innovative Bodenpolitik #3 fortgeführt, u.a. mit dem Schwerpunkt Bauturbo.


Werkstattbericht

Der UBoPlus‑Werkstattbericht 1 ist veröffentlicht

Werkstattbericht

admin@uboplus

Der Bericht „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion“ ist nun veröffentlicht und hier zugänglich. Außerdem finden Sie in diesem Factsheet einen Überblick über die wichtigsten Instrumentenarten und acht viel versprechende Instrumente für mehr bezahlen Wohnraum. Die im Bericht verwendeten Instrumente sind im Glossar in Kurzform erklärt.

Der Werkstattbericht 1 ist im Rahmen des Forschungsprojekts UBoPlus entstanden und untersucht, welche bodenpolitischen Instrumente Kommunen derzeit zur Verfügung stehen, um die Bereitstellung von Bauland zu steuern und mehr bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund angespannter Boden- und Wohnungsmärkte analysiert der Bericht, wie wirksam diese Instrumente im Hinblick auf eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung sind und welche rechtlichen, finanziellen oder institutionellen Hemmnisse ihre Anwendung erschweren. Grundlage der Untersuchung sind eine Auswertung der Fachliteratur sowie Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und Interessenverbänden. Die Ergebnisse bieten einen Überblick über zentrale Handlungsansätze der kommunalen Bodenpolitik und zeigen zugleich bestehende Herausforderungen in der Umsetzung auf.


Bodenpolitische Instrumente in der kommunalen Planungspraxis

Bodenpolitische Instrumente in der kommunalen Planungspraxis

Acht wirkungsvolle Instrumente für mehr Wohnraum
Welche Instrumente stehen Kommunen zur Verfügung und wie wirksam sind sie für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung? In diesem Factsheet finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Instrumentenarten und acht viel versprechende Instrumente für mehr bezahlen Wohnraum. Im UBoPlus Glossar sind weitere Instrumente in Kurzform erklärt. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier Werkstattbericht 1

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UBoPlus Werkstattbericht 1

UBoPlus Werkstattbericht 1 bodenpolitische Instrumente

UBoPlus Werkstattbericht 1

Bodenpolitische Instrumente

Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion
Melissa Münster und Stefan Siedentop, TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Stadtentwicklung

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Austausch zu bodenpolitischen Instrumenten in Ulm
© UBoPlus

UBoPlus‑Workshop zu bodenpolitischen Instrumenten

admin@uboplus

Wie können Städte ihre Bodenpolitik gemeinwohlorientiert weiterentwickeln? Welche Instrumente stehen dafür zur Verfügung – und wie lassen sie sich sinnvoll kombinieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der ganztägige UBoPlus‑Workshop am 03.03.2026 in Ulm. Die Veranstaltung brachte Akteur*innen aus kommunaler Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Herausforderungen der Bodenpolitik zu reflektieren und Impulse für die weitere Projektarbeit zu entwickeln.

Zu Beginn des Workshops wurde der im ersten Projektjahr erarbeitete Berichtsentwurf „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion“ vorgestellt, der in Kürze veröffentlicht wird. Der Bericht fasst zentrale Ergebnisse zur aktuellen bodenpolitischen Debatte sowie zur Anwendung verschiedener Instrumente zusammen und bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Projektarbeit.

Darauf aufbauend diskutierten die Teilnehmenden in einem World‑Café‑Format zentrale Rahmenbedingungen und Herausforderungen der kommunalen Bodenpolitik. Im Fokus standen dabei die zunehmend angespannten finanziellen Spielräume der Kommunen, Fragen der (politischen) Kommunikation und verwaltungsinternen Abstimmung sowie Chancen und Herausforderungen der Wohnraumschaffung im Bestand (Innenentwicklung). Deutlich wurde, dass Bodenpolitik häufig im Spannungsfeld zwischen kurzfristigen Haushaltszwängen und langfristigen gemeinwohlorientierten Zielen steht. Im zweiten Workshop‑Block standen konkrete bodenpolitische Instrumente im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Instrumente des besonderen Städtebaurechts (Beispiel: Sanierungsmaßnahme), Instrumente zur gezielten Baulandmobilisierung Beispiel: Baugebot) sowie informatorische Instrumente (Beispiel: Baulückenkataster) und Beteiligungsmöglichkeiten (Beispiel: „Pavillon für alle“ in Freiburg). Im Austausch zwischen Praxis und Forschung wurden Anwendungserfahrungen, Wirkungen auf Bodenmarkt und Eigentumsstrukturen sowie rechtliche und politische Grenzen thematisiert. Zudem wurde diskutiert, wie Instrumente kombiniert werden können und unter welchen Bedingungen sie wirksam zur Förderung gemeinwohlorientierter Ziele – etwa bezahlbarem Wohnraum – beitragen.

Der Workshop lieferte wichtige Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit im Projekt UBoPlus – insbesondere im Hinblick auf die vertiefte Analyse ausgewählter Instrumente und ihrer Wirkungen.


Drei Frauen stehen vor dem Projekt Roll-iu und diskutieren
© UBoPlus

Projekttreffen #2: Übersicht bodenpolitischer Instrumente, Auswahl der Reallabore und Reflexion

admin@uboplus

Am 11. und 12. Februar 2026 traf sich das Projektteam in Stuttgart bei ZIRIUS an der Universität Stuttgart zu einem intensiven und zugleich sehr konstruktiven Projekttreffen.  An Tag 1 stand die Diskussion der bisherigen inhaltlichen Arbeiten im Mittelpunkt:  Die verantwortlichen Partner gaben Einblicke in den aktuellen Stand von Kommunikation und Partizipation, zur Übersicht über Instrumente der kommunalen Bodenpolitik sowie zur Analyse von Akteuren und potentiellen Konflikten. Außerdem bot eine moderierte Reflexion Raum für einen offenen Austausch zur Zusammenarbeit im Projekt. Dabei ging es unter anderem um die Frage, was sich bewährt hat, was weiterentwickelt werden sollte und welche Veränderungen gewünscht sind.

Ein Fokus lag auf der Planung kommender Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft.  Besonders hervorzuheben ist ein anstehender Workshop zu bodenpolitischen Instrumenten, verbunden mit der Frage, welche Instrumente trotz knapper kommunaler Kassen anwendbar sind, um mehr bezahlbaren Wohnraum im Innenbereich von Städten zu schaffen.

Am zweiten Tag ging es darum, die nächsten Schritte vorzubereiten und dafür vor allem ein gemeinsam geteiltes Verständnis zu schaffen, wer welche Aktivitäten im Jahr 2026 plant. In mehreren Input- und Diskussionsrunden stellten die Partner ihre Vorhaben vor: Besonders spannend ist derzeit die Auswahl von Reallaboren in der Stadt Ulm. Kriterien wie das Vorkaufsrecht der Stadt, vorhandene Eigentümer:innen-Strukturen und potentielle Entwicklungsmöglichkeiten spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das geplante Wirkungsmodell wurde ebenso vorgestellt wie die neuen Schwerpunkte „Policy-Mix-Design und Mehrebenen-Governance“. Auch Kommunikation und Partizipation wurden im Hinblick auf die kommenden Arbeitsschritte weiter geschärft. In den Diskussionen wurde deutlich, wie eng die Arbeiten im Projekt inzwischen verzahnt sind und wo weiterer Abstimmungsbedarf besteht. Mit einem klaren gemeinsamen Verständnis der nächsten Schritte und gestärkter Zusammenarbeit endete das Treffen am frühen Nachmittag.


Der Gemeinderat der Stadt Ulm sitzt um einen ovalen Tisch
© Stadtarchiv Ulm

UBoPlus im Gemeinderat: Positive Resonanz auf neue Ansätze der Bodenpolitik

admin@uboplus

Am 17.12.2025 wurde das Projekt UBoPlus im Ulmer Gemeinderat vorgestellt. Die Präsentation stieß parteiübergreifend auf großes Interesse und breite Zustimmung.

Besonders positiv hervorgehoben wurde, dass Ulms etablierte Bodenpolitik durch das Projekt wissenschaftlich begleitet und weitergedacht wird. Ziel ist es, zusätzliche Potenziale für bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu erschließen – auch jenseits des klassischen Neubaus.

Seit über 130 Jahren kauft die Stadt strategisch Grundstücke, um Bodenspekulation zu verringern und die Stadtentwicklung langfristig sozial gerecht zu steuern. UBoPlus knüpft daran an und untersucht, wie auch bestehende Gebäude und Flächen besser genutzt werden können, um neuen Wohnraum zu schaffen – klimafreundlich und bezahlbar.

In den kommenden Jahren werden neue Instrumente in Ulmer Quartieren erprobt. Die Ergebnisse sollen nicht nur Ulm, sondern auch anderen Städten als Orientierung dienen. Der Gemeinderat sieht darin einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Stadtentwicklung.


Stadtzentrum in der Dämmerung, Moderne beleuchtete Gebäude mit Glasfassade.
© Stadtarchiv Ulm

UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus: Neue Projektwebseite online!

Pressemitteilung

Mit dem Launch der neuen Projektwebseite www.uboplus.de stellt sich das Forschungsprojekt „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus – Innovative Instrumentenmixe für Wohnraumschaffung und Bestandsumbau“ der Öffentlichkeit vor.

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Was wünschen die Reflexionskommunen vom Dialogforum

Dialogforum innovative Bodenpolitik #1

Was wünschen die Reflexionskommunen vom Dialogforum

admin@uboplus

Am 1. Dezember 2025 fand das erste Online-Austauschtreffen der Reflexionskommunen und assoziierten Projektpartner im Rahmen des UBoPlus-Projekts statt.

Teilgenommen haben Vertreter*innen der wissenschaftlichen Verbundpartner, ZIRIUS – Universität Stuttgart (Projektkoordination) und die TU Dortmund, des Projektpartners im Bereich Partizipation & Wissenschaftskommunikation Wissenschaftsladen Bonn e. V. (Moderation) sowie der Stadt Ulm. Als Reflexionskommunen waren die Städte Aachen, Freiburg und Leipzig vertreten. Zudem beteiligten sich die assoziierten Partner Kreis Lippe, der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung sowie der Projektträger Jülich (DLR), vertreten durch Benjamin Freier.

Im Mittelpunkt des Treffens standen erste Einblicke in die bodenpolitischen Ansätze und aktuellen Erfahrungen der beteiligten Kommunen. Die Ulmer Bodenpolitik wurde von Tanja Oelmaier (Stadt Ulm, Abteilungsleitung Liegenschaften und Wirtschaftsförderung) vorgestellt und bot zusammen mit den anderen Erfahrungsberichten Anlass für eine vertiefte Diskussion zu bestehenden Instrumenten und deren Anwendung in der Praxis.

Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der schwierigen kommunalen Finanzlage und ihre Erwartungen an das Projekt aus. Ziel des Austausches soll es sein – neben Impulsen und guten Argumenten für eine aktive BodenpolitikLösungsansätze bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gemeinsam zu entwickeln und so die Innenentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Gewünscht wurden zwei Dialogforen jährlich, inklusive Fachinputs und Austausch zu Best-Practice-Beispielen. Zudem sind gegenseitige Besuche und Exkursionen im Verlauf der fünfjährigen Projektlaufzeit angedacht, um eine aktive Teilhabe am Projektgeschehen zu ermöglichen.


Die Ulmer Bodenpolitik - mit Weitblick und langem Atem für bezahlbaren Wohnraum

T. Oelmaier

Ein Überblick zum Ulmer Modell der strategischen Bodenbevorratung und Baulandentwicklung. Kurzfassung des Beitrages „Die Ulmer Bodenpolitik – mehr als ein strategisches Liegenschaftsmanagementsystem“

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