Soziale Innovationen für nachhaltiges Bauen und Wohnen
A. Baatz, M. Schäfer, TU Berlin (2026)
Das Diskussionspapier zeigt Wege auf, wie Soziale Innovationen es ermöglichen, die Transformation gemeinwohlorientiert zu gestalten, die Partizipation und Mitgestaltung betroffener Akteure zu gewährleisten, Lebensstile zu verändern und Zielkonflikte auszugleichen.
UBoPlus-Projektteam in Dortmund: Gemeinsam Praxis und Theorie verbinden!
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Wie lassen sich innovative Instrumente der Bodenpolitik wirksam kombinieren und unter realen Bedingungen anwenden und weiterentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres konstruktiven und effizienten Projektteamtreffens bei unserem Verbundpartner TU Dortmund.
Ziel des dritten internen Projekttreffens war es, ein gemeinsames Verständnis der Reallabore und der Wechselwirkungen und Wirkungen bodenpolitischer Instrumente zu stärken, die Schnittstellen zwischen wissenschaftlicher Analyse und praktischer Umsetzung zu klären und die Zusammenarbeit der Verbundpartner weiter zu vertiefen.
Zum Auftakt leitete der WILA Bonn einen co-kreativen Workshop, in dem die Projektpartner die Perspektiven unterschiedlicher Akteur:innen einnahmen: Was bewegt Flächeneigentümer:innen? Welche Wünsche, Bedenken und Widerstände gibt es? Und welche Angebote und Instrumentenkombinationen kann die Stadtverwaltung entwickeln? Anhand von acht Personas erarbeiteten zwei Gruppen mögliche Lösungsansätze für ein ausgewähltes Stadtquartier. Die Ergebnisse wurden zusammengeführt, diskutiert und dokumentiert.
Der Workshop bietet eine wertvolle Grundlage für unseren Praxispartner Stadt Ulm, um die Aktivitäten in den Reallaboren gezielt zu planen und vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse und Interessen der beteiligten lokalen Akteur:innen sowie die Frage, wie diese zielgruppengerecht informiert und aktiv in die Prozesse eingebunden werden können. So trägt der Perspektivwechsel dazu bei, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und passende Beteiligungsformate und Lösungsansätze zu entwickeln.
Im Anschluss standen die wissenschaftlichen Analysen im Fokus:
Policy-Interaktionsanalyse (ZIRIUS): Welche bodenpolitischen Instrumente verstärken oder behindern sich gegenseitig? Anhand gemeinsam ausgewählter Kerninstrumente der Ulmer Bodenpolitik wurden die Wechselwirkungen systematisch analysiert und mit den Projektpartnern validiert.
Städtevergleich (TU Dortmund): Wie entwickeln sich Boden-, Bauland- und Mietpreise in Ulm im Vergleich zu anderen Städten?
Wirkungsmodelle (TU Dortmund): Wie lassen sich die Wirkungen ausgewählter Instrumente anhand von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen, Indikatoren und Evaluationsdesigns untersuchen?
Das Treffen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.
Vielen Dank an alle Projektpartner für den intensiven Austausch und die engagierte Zusammenarbeit – und an die TU Dortmund für die Gastfreundschaft!
Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik
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Wie kann eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung in Zeiten knapper werdender Flächen und finanzieller Ressourcen gelingen?
„Städte und Kommunen werden in den nächsten Jahren mit noch weniger Personal und finanziellen Mitteln mehr Aufgaben lösen müssen. Das erfordert strategisches Denken – Out of the Box“, so Prof. Dr. Uwe Scheidewind, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Wuppertal in seiner Keynote im Rahmen des 19. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik in Köln-Mülheim am 15. September.
Auch das Fachforum „Aktive Liegenschaftspolitik für die Bestands- und Innenentwicklung – Potenziale und Herausforderungen im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis“ stieß auf großes Interesse. Das Forum bot Raum für einen intensiven fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Kommunen und Immobilienwirtschaft. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom vhw (Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.) gemeinsam mit den Partnern des Forschungsprojekts „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus“.
Im Mittelpunkt standen Fragen, wie Städte und Gemeinden auch unter den Bedingungen knapper Flächenressourcen, und kommunaler Haushalte sowie wachsender Klimaanforderungen eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung umsetzen können.
Sowohl die wissenschaftlichen Impulse von Fabian Rohland vom vhw e. V. und Colin Beyer von Questiuo Marktforschung, Sandra Wassermann von der Universität Stuttgart als auch die praktischen Erfahrungen von Ann-Kathrin Ludwig von der Stadt Ulm verdeutlichten, welche Chancen bodenpolitische Instrumente und innovative Instrumentenmixe für die Innenentwicklung und Wohnraumschaffung bieten.
So zeigte ein Beispiel aus Potsdam, dass im Rahmen von Zwischenerwerbsmodellen zur Schaffung von Wohnraum die Bodenpreise gedämpft werden müssten. „Ulm zeichne sich schon jetzt durch deutlich niedrigere Bodenpreise aus“, so Ann-Kathrin Ludwig, „das sei Teil des Kerns der Ulmer Bodenpolitik.
Einen wichtigen Praxisbezug aus der immobilienwirtschaftlichen Perspektive brachte das Gespräch mit Martin Dornieden von der DORNIEDEN Gruppe und dem BFW Nordrhein-Westfalen. „Wir legen Wert auf eine nachhaltige Quartiersentwicklung, dazu gehöre auch der Bau von Mehrfamilienhäusern. Allerdings entspräche die reine Innenentwicklung in Städten derzeit nicht der Realität“, so Dornrieden.
Besonders interessant war für uns das Podiumsgespräch „Boden gut machen – Chancen und Zielkonflikte einer gemeinwohlorientierten Liegenschaftspolitik“. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Ulm, Stadt Kiel und Stadt Freiburg im Breisgau diskutierten unterschiedliche kommunale Strategien und Erfahrungen. Die anschließende Beteiligung des Publikums zeigte, wie groß das Interesse an praktikablen Lösungen für die Innenentwicklung und den Umgang mit knappen Flächenressourcen ist.
Aus Sicht der kommunalen Praxis wurde deutlich, dass die Herausforderungen bei der Schaffung von Wohnraum, der Anpassung bestehender Quartiere und dem nachhaltigen Umgang mit Flächen nur im engen Zusammenwirken von Kommunen, Wissenschaft und privaten Akteuren bewältigt werden können. Das Fachforum hat hierfür wertvolle Impulse geliefert und wichtige Perspektiven zusammengeführt.
Instrumentenmixe für das Flächenmanagement von Gewerbegebieten
Wassermann, S., Kosow, H. & Weimer-Jehle, W. (2026)
Die englische Publikation zeigt anhand einer Fallstudie, wie sich mit Szenarioanalysen (CIB) robuste und zukunftsfähige Instrumentenmixe für ein nachhaltiges Management von Gewerbeflächen entwickeln lassen. Diese vorgestellte Methode zur Politikgestaltung, soll auch im Rahmen von UBoPlus Anwendung finden.
Kommunales Grundeigentum und kommunale Bodenbevorratung in deutschen Kommunen
M. Münster (2026)
Die Publikation präsentiert die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung zum Umfang, zur Nutzung und zum Management kommunaler Flächen in deutschen Städten und Gemeinden und zeigt deren Bedeutung für eine aktive Boden- und Liegenschaftspolitik auf.
Dialogforum innovative Bodenpolitik #2
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Wie kann die Akzeptanz und Umsetzung bodenpolitischer Instrumente gesteigert werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich das zweite Dialogforum im Projekt UBoPlus am 11. Juni 2026.
Die UboPlus Verbundpartner haben in einem Online-Workshop mit dem vhw-Verband und den Reflexionskommunen Aachen, Freiburg und Leipzig Erfahrungen aus der kommunalen Planungspraxis ausgetauscht und diskutiert.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen verschiedene Instrumente der Bodenpolitik, darunter das Erbbaurecht, Flächenkataster, Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen (SEM), Baugebote sowie kooperative Baulandmodelle und städtebauliche Verträge. Nach einem kurzen Rückblick auf den bisherigen Projektverlauf arbeiteten die Teilnehmenden in thematischen Breakout-Sessions an konkreten Fragestellungen zu Chancen, Hemmnissen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Instrumente.
Die Diskussionen machten deutlich, dass genügend bodenpolitische Instrumente vorhanden sind und teils erfolgreich eingesetzt werden. Herausforderungen bestehen jedoch häufig in ihrer praktischen Anwendung, ihrer politischen und gesellschaftlichen Akzeptanz sowie in den personellen und finanziellen Ressourcen, die für ihre Umsetzung erforderlich sind. Besonders intensiv wurden Fragen der Finanzierung, der politischen Mehrheitsfähigkeit sowie langfristiger kommunaler Bodenstrategien diskutiert.
In der abschließenden Plenumsdiskussion kristallisierten sich zwei zentrale Erkenntnisse heraus. Zum einen wurde betont, dass nicht zwangsläufig neue Instrumente benötigt werden. Vielmehr kommt es darauf an, bestehende Ansätze besser zu kommunizieren und ihre Vorteile sichtbar zu machen. Positive Beispiele, nachvollziehbare Ziele und ein transparenter Dialog können wesentlich dazu beitragen, Akzeptanz für bodenpolitische Maßnahmen zu schaffen.
Zum anderen wurden grundlegende Fragen aufgeworfen, die viele Kommunen derzeit beschäftigen: Werden die zunehmend komplexen Regelungswerke den aktuellen Herausforderungen tatsächlich gerecht oder führen sie vor allem zu einem steigenden Personal- und Verwaltungsaufwand? Und wie realistisch ist es für Kommunen unter den aktuell angespannten finanziellen und personellen Rahmenbedingungen, eine aktive Bodenbevorratung und langfristig ausgerichtete Bodenpolitik zu betreiben?
Die vielfältigen Perspektiven und Praxisbeispiele lieferten wertvolle Impulse für die weitere Projektarbeit. Die Diskussionen werden im Rahmen des nächsten Dialogforums Innovative Bodenpolitik #3 fortgeführt, u.a. mit dem Schwerpunkt Bauturbo.
Der UBoPlus‑Werkstattbericht 1 ist veröffentlicht
admin@uboplus
Der Bericht „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion“ ist nun veröffentlicht und hier zugänglich. Außerdem finden Sie in diesem Factsheet einen Überblick über die wichtigsten Instrumentenarten und acht viel versprechende Instrumente für mehr bezahlen Wohnraum. Die im Bericht verwendeten Instrumente sind im Glossar in Kurzform erklärt.
Der Werkstattbericht 1 ist im Rahmen des Forschungsprojekts UBoPlus entstanden und untersucht, welche bodenpolitischen Instrumente Kommunen derzeit zur Verfügung stehen, um die Bereitstellung von Bauland zu steuern und mehr bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund angespannter Boden- und Wohnungsmärkte analysiert der Bericht, wie wirksam diese Instrumente im Hinblick auf eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung sind und welche rechtlichen, finanziellen oder institutionellen Hemmnisse ihre Anwendung erschweren. Grundlage der Untersuchung sind eine Auswertung der Fachliteratur sowie Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und Interessenverbänden. Die Ergebnisse bieten einen Überblick über zentrale Handlungsansätze der kommunalen Bodenpolitik und zeigen zugleich bestehende Herausforderungen in der Umsetzung auf.
Bodenpolitische Instrumente in der kommunalen Planungspraxis
Bodenpolitische Instrumente in der kommunalen Planungspraxis
Acht wirkungsvolle Instrumente für mehr Wohnraum
Welche Instrumente stehen Kommunen zur Verfügung und wie wirksam sind sie für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung? In diesem Factsheet finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Instrumentenarten und acht viel versprechende Instrumente für mehr bezahlen Wohnraum. Im UBoPlus Glossar sind weitere Instrumente in Kurzform erklärt. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier Werkstattbericht 1
UBoPlus Werkstattbericht 1

UBoPlus Werkstattbericht 1
Bodenpolitische Instrumente
Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion
Melissa Münster und Stefan Siedentop, TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Stadtentwicklung
UBoPlus‑Workshop zu bodenpolitischen Instrumenten
admin@uboplus
Wie können Städte ihre Bodenpolitik gemeinwohlorientiert weiterentwickeln? Welche Instrumente stehen dafür zur Verfügung – und wie lassen sie sich sinnvoll kombinieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der ganztägige UBoPlus‑Workshop am 03.03.2026 in Ulm. Die Veranstaltung brachte Akteur*innen aus kommunaler Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Herausforderungen der Bodenpolitik zu reflektieren und Impulse für die weitere Projektarbeit zu entwickeln.
Zu Beginn des Workshops wurde der im ersten Projektjahr erarbeitete Berichtsentwurf „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion“ vorgestellt, der in Kürze veröffentlicht wird. Der Bericht fasst zentrale Ergebnisse zur aktuellen bodenpolitischen Debatte sowie zur Anwendung verschiedener Instrumente zusammen und bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Projektarbeit.
Darauf aufbauend diskutierten die Teilnehmenden in einem World‑Café‑Format zentrale Rahmenbedingungen und Herausforderungen der kommunalen Bodenpolitik. Im Fokus standen dabei die zunehmend angespannten finanziellen Spielräume der Kommunen, Fragen der (politischen) Kommunikation und verwaltungsinternen Abstimmung sowie Chancen und Herausforderungen der Wohnraumschaffung im Bestand (Innenentwicklung). Deutlich wurde, dass Bodenpolitik häufig im Spannungsfeld zwischen kurzfristigen Haushaltszwängen und langfristigen gemeinwohlorientierten Zielen steht. Im zweiten Workshop‑Block standen konkrete bodenpolitische Instrumente im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Instrumente des besonderen Städtebaurechts (Beispiel: Sanierungsmaßnahme), Instrumente zur gezielten Baulandmobilisierung Beispiel: Baugebot) sowie informatorische Instrumente (Beispiel: Baulückenkataster) und Beteiligungsmöglichkeiten (Beispiel: „Pavillon für alle“ in Freiburg). Im Austausch zwischen Praxis und Forschung wurden Anwendungserfahrungen, Wirkungen auf Bodenmarkt und Eigentumsstrukturen sowie rechtliche und politische Grenzen thematisiert. Zudem wurde diskutiert, wie Instrumente kombiniert werden können und unter welchen Bedingungen sie wirksam zur Förderung gemeinwohlorientierter Ziele – etwa bezahlbarem Wohnraum – beitragen.
Der Workshop lieferte wichtige Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit im Projekt UBoPlus – insbesondere im Hinblick auf die vertiefte Analyse ausgewählter Instrumente und ihrer Wirkungen.





