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UBoPlus‑Workshop „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis“

Wie können Städte ihre Bodenpolitik gemeinwohlorientiert weiterentwickeln? Welche Instrumente stehen dafür zur Verfügung – und wie lassen sie sich sinnvoll kombinieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der ganztägige UBoPlus‑Workshop am 03.03.2026 in Ulm. Die Veranstaltung brachte Akteur*innen aus kommunaler Praxis und Forschung zusammen, um aktuelle Herausforderungen der Bodenpolitik zu reflektieren und Impulse für die weitere Projektarbeit zu entwickeln.

Zu Beginn des Workshops wurde der im ersten Projektjahr erarbeitete Berichtsentwurf „Einsatz bodenpolitischer Instrumente in der kommunalen Planungspraxis – ein Überblick über den Stand der Diskussion“ vorgestellt, der in Kürze veröffentlicht wird. Der Bericht fasst zentrale Ergebnisse zur aktuellen bodenpolitischen Debatte sowie zur Anwendung verschiedener Instrumente zusammen und bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Projektarbeit.

Darauf aufbauend diskutierten die Teilnehmenden in einem World‑Café‑Format zentrale Rahmenbedingungen und Herausforderungen der kommunalen Bodenpolitik. Im Fokus standen dabei die zunehmend angespannten finanziellen Spielräume der Kommunen, Fragen der (politischen) Kommunikation und verwaltungsinternen Abstimmung sowie Chancen und Herausforderungen der Wohnraumschaffung im Bestand (Innenentwicklung). Deutlich wurde, dass Bodenpolitik häufig im Spannungsfeld zwischen kurzfristigen Haushaltszwängen und langfristigen gemeinwohlorientierten Zielen steht. Im zweiten Workshop‑Block standen konkrete bodenpolitische Instrumente im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Instrumente des besonderen Städtebaurechts (Beispiel: Sanierungsmaßnahme), Instrumente zur gezielten Baulandmobilisierung Beispiel: Baugebot) sowie informatorische Instrumente (Beispiel: Baulückenkataster) und Beteiligungsmöglichkeiten (Beispiel: „Pavillon für alle“ in Freiburg). Im Austausch zwischen Praxis und Forschung wurden Anwendungserfahrungen, Wirkungen auf Bodenmarkt und Eigentumsstrukturen sowie rechtliche und politische Grenzen thematisiert. Zudem wurde diskutiert, wie Instrumente kombiniert werden können und unter welchen Bedingungen sie wirksam zur Förderung gemeinwohlorientierter Ziele – etwa bezahlbarem Wohnraum – beitragen.

Der Workshop lieferte wichtige Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit im Projekt UBoPlus – insbesondere im Hinblick auf die vertiefte Analyse ausgewählter Instrumente und ihrer Wirkungen.