Publikationen
Fachartikel
Die Ulmer Bodenpolitik – mit Weitblick und langem Atem für bezahlbaren Wohnraum
T. Oelmaier
Ein Überblick zum Ulmer Modell der strategischen Bodenbevorratung und Baulandentwicklung. Kurzfassung des Beitrages „Die Ulmer Bodenpolitik – mehr als ein strategisches Liegenschaftsmanagementsystem“
Die Ulmer Bodenpolitik – mehr als ein strategisches Liegenschaftsmanagementsystem
T. Oelmaier
Der Beitrag wurde in Heft 3/2023 der Zeitschrift „Flächenmanagement und Bodenordnung“ www.fub-online.info erstveröffentlicht. Wir danken den Herausgebern der Zeitschrift „Flächenmanagement und Bodenordnung“ für die Gestattung der Zweitveröffentlichung.
Projektberichte

Auf einen Blick
Projektflyer
Der Projektflyer gibt eine kompakte Übersicht zu Zielen, Inhalten und Partnern von UBoPlus – Innovative Instrumentenmixe für Wohnraumschaffung & Bestandsumbau.
Factsheets

Aktive Ulmer Bodenpolitik
Sechs wirkungsvolle Maßnahmen für mehr Wohnraum
Mit welchen bodenpolitischen Maßnahmen die Stadt Ulm es schafft, eine soziale und nachhaltige Stadtentwicklung zu sichern, erfahren Sie in diesem Factsheet. Den ausführlichen Artikel von Tanja Oelmaier finden Sie hier.
Presse
UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus: Neue Projektwebseite online!
Pressemitteilung
Mit dem Launch der neuen Projektwebseite www.uboplus.de stellt sich das Forschungsprojekt „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus – Innovative Instrumentenmixe für Wohnraumschaffung und Bestandsumbau“ der Öffentlichkeit vor.
Pressemitteilung
Mit dem Launch der neuen Projektwebseite www.uboplus.de stellt sich das Forschungsprojekt „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus – Innovative Instrumentenmixe für Wohnraumschaffung und Bestandsumbau“ der Öffentlichkeit vor.
Erstes UBoPlus “Dialogforum innovative Bodenpolitik”
Am 1. Dezember 2025 fand das erste Online-Austauschtreffen der Reflexionskommunen und assoziierten Projektpartner im Rahmen des UBoPlus-Projekts statt.
Teilgenommen haben Vertreter*innen der wissenschaftlichen Verbundpartner, ZIRIUS – Universität Stuttgart (Projektkoordination) und die TU Dortmund, des Projektpartners im Bereich Partizipation & Wissenschaftskommunikation Wissenschaftsladen Bonn e. V. (Moderation) sowie der Stadt Ulm. Als Reflexionskommunen waren die Städte Aachen, Freiburg und Leipzig vertreten. Zudem beteiligten sich die assoziierten Partner Kreis Lippe, der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung sowie der Projektträger Jülich (DLR), vertreten durch Benjamin Freier.
Im Mittelpunkt des Treffens standen erste Einblicke in die bodenpolitischen Ansätze und aktuellen Erfahrungen der beteiligten Kommunen. Die Ulmer Bodenpolitik wurde von Tanja Oelmaier (Stadt Ulm, Abteilungsleitung Liegenschaften und Wirtschaftsförderung) vorgestellt und bot zusammen mit den anderen Erfahrungsberichten Anlass für eine vertiefte Diskussion zu bestehenden Instrumenten und deren Anwendung in der Praxis.
Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der schwierigen kommunalen Finanzlage und ihre Erwartungen an das Projekt aus. Ziel des Austausches soll es sein – neben Impulsen und guten Argumenten für eine aktive Bodenpolitik – Lösungsansätze bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gemeinsam zu entwickeln und so die Innenentwicklung nachhaltig voranzutreiben. Gewünscht wurden zwei Dialogforen jährlich, inklusive Fachinputs und Austausch zu Best-Practice-Beispielen. Zudem sind gegenseitige Besuche und Exkursionen im Verlauf der fünfjährigen Projektlaufzeit angedacht, um eine aktive Teilhabe am Projektgeschehen zu ermöglichen.
T. Oelmaier
Ein Überblick zum Ulmer Modell der strategischen Bodenbevorratung und Baulandentwicklung. Kurzfassung des Beitrages „Die Ulmer Bodenpolitik – mehr als ein strategisches Liegenschaftsmanagementsystem“

Auf einen Blick
Projektflyer
Der Projektflyer gibt eine kompakte Übersicht zu Zielen, Inhalten und Partnern von UBoPlus – Innovative Instrumentenmixe für Wohnraumschaffung & Bestandsumbau.

Aktive Ulmer Bodenpolitik
Sechs wirkungsvolle Maßnahmen für mehr Wohnraum
Mit welchen bodenpolitischen Maßnahmen die Stadt Ulm es schafft, eine soziale und nachhaltige Stadtentwicklung zu sichern, erfahren Sie in diesem Factsheet. Den ausführlichen Artikel von Tanja Oelmaier finden Sie hier.
T. Oelmaier
Der Beitrag wurde in Heft 3/2023 der Zeitschrift „Flächenmanagement und Bodenordnung“ www.fub-online.info erstveröffentlicht. Wir danken den Herausgebern der Zeitschrift „Flächenmanagement und Bodenordnung“ für die Gestattung der Zweitveröffentlichung.
Kick-off für UBoPlus: Projektstart im Schwörsaal von Ulm
Am 23. und 24. Juni 2025 fand in Ulm der Auftaktworkshop zum Forschungsprojekt „UBoPlus – Ulmer Bodenpolitik Plus“ statt. Im Rahmen des vom BMFTR (LINK) geförderten Verbundprojekts erarbeiten Wissenschaft und Praxis gemeinsam neue Instrumentenmixe für die kommunale Bodenpolitik, um neuen Wohnraum zu schaffen und den Bestand umzubauen – und zwar sozial gerecht, ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähig.
Zum Auftakt kamen Vertreter*innen der Stadt Ulm und der Forschungspartner im historischen Schwörsaal der Stadt Ulm zusammen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Tim von Winning am ersten Tag stellte Tanja Oelmaier von den Ulmer Liegenschaften und Wirtschaftsförderung den aktuellen Stand und Herausforderungen für die Ulmer Bodenpolitik vor. Anschließend gab Dr. Timo Munzinger einen Input aus Sicht des Deutschen Städtetages.
Eine Stadtführung durch verschiedene Innenstadtquartiere mit Peter Rimmele, Abteilungsleiter Stadtplanung, Umwelt, Baurecht -Städtebau und Baurecht I, rundete das Kennenlernen der Ulmer Bodenpolitik, aktueller städtebaulicher Projekte und neuer Herausforderungen ab.
Der zweite Tag startete mit einem Überblick über das Arbeitsprogramm des Projektes. Ziele und Erwartungen wurden abgestimmt und gemeinsame Arbeitsstrukturen und Schnittstellen sowie konkrete Arbeitsschritte der nächsten Monate vereinbart. Mit dem Kick-off ist der Grundstein für eine enge transdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt, in der neue Ansätze der Bodenpolitik für Ulm entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Akteuren reflektiert werden. Ein wichtiges nächstes Treffen findet im Dezember statt. Dann lernt das Projektteam die Reflexionskommunen Aachen, Freiburg und Leipzig kennen. Diese Städte begleiten das Projekt eng. Der Austausch soll sowohl Impulse in Ulm für neue innovative Wege in der Innenentwicklung geben als auch die Ulmer Bodenpolitik bewerben.
Glossar
Die Bundesregierung hat in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel festgelegt, die Flächeninanspruchnahme in Deutschland bis 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu verringern.Bis 2050 soll das Flächensparziel des Netto-Null-Flächenverbrauchs erreicht werden, um nicht versiegelte Flächen zu schützen und zu erhalten (Bundesumweltministerium 2025)
Bundesumweltministerium (2025): Flächenverbrauch – Worum geht es? Online unter: https://www.bundesumweltministerium.de/themen/nachhaltigkeit/strategie-und-umsetzung/reduzierung-des-flaechenverbrauchs
Um Bauland für gewünschte Nutzungen bereitzustellen, muss Bauland entwickelt und mobilisiert werden. Nach unserem Verständnis beschreibt die Baulandentwicklung den Prozess der Ausweisung von neuem Bauland durch die Schaffung von Planungsrecht. Die Baulandmobilisierung umfasst in Abgrenzung dazu die Aktivierung und Verfügbarmachung von bestehendem Bauland für vorgesehene Nutzungen.
Nach unserem Verständnis ist eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ein Ansatz, mit dem Räume im Kontext sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Teilhabe langfristig auf die Bedürfnisse der gesamten Stadtgesellschaft ausgerichtet werden. Mögliche Gemeinwohlkriterien sind neben der Bezahlbarkeit des Wohnens auch die Anpassung an den Klimawandel, die Ressourceneffizienz oder Aspekte der Baukultur (BMWSB 2025: 4)
BMWSB – Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Hrsg.) (2025): Dialogprozess „Gemeinwohlorientierung in der Boden- und Baupolitik. Ergebnisbericht.
5. Innenentwicklung / Außenentwicklung
Die Innenentwicklung, welche in § 1 Abs. 5 Satz 3 BauGB rechtlich verankert ist, hat sowohl eine Leitbildfunktion als auch einen strategischen Charakter für die räumliche Planung. Sie beschreibt die (Wieder-)Nutzung und Entwicklung von unter- oder ungenutzten Flächen, welche sich im Siedlungsbereich einer Stadt (Innenbereich) befinden. In Abgrenzung dazu werden bei der Außenentwicklung Freiflächen außerhalb des Siedlungsbereichs (Außenbereich) erstmalig für eine bauliche Entwicklung in Anspruch genommen (Reiß-Schmidt 2018)
Reiß-Schmidt, Stephan (2018): Innenentwicklung. In: ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung.995-1000. Hannover
Instrumente stellen im Kontext räumlicher Planung Werkzeuge dar, mittels dieser direkt oder indirekt Einfluss auf die Raumentwicklung genommen wird. Durch den Einsatz von bodenpolitischen Instrumenten sollen Handlungsmöglichkeiten verschiedener Akteure beeinflusst werden und Zielvorstellungen erfüllt werden (Jung 2007: 141) (siehe 8. Policy). Während formelle Instrumente rechtlich festgelegt und verbindlich sind, unterliegen informelle Instrumente keinem vorgegebenen Verfahren und können flexibel eingesetzt und ausgestaltet werden (Diller 2018: 1027)
Politikwissenschaftlich können Instrumenten gleichgesetzt werden mit Maßnahmen oder „policy tools“. Diese werden als Mittel verstanden, um ein Ziel zu erreichen (siehe auch „Policy“).
Jung, Wolfgang (2007): Systematisierung der Instrumente räumlicher Planung. In: Bieker, Susanne; Frommer, Birte; Othengrafen, Frank; Wilske, Sebastian (Hrsg.): Räumliche Planung im Wandel – Welche Instrumente haben Zukunft.140-150. Hannover
Diller, Christian (2018): Instrumente der Raumplanung. In: ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung.1023-1035. Hannover
Kommunale Bodenpolitik umfasst den Umgang und die Aktivitäten einer Kommune, welche Einfluss auf die Nutzung, die Verteilung und den Wert des Bodens haben (Davy 2005)
Davy, Benjamin (2005): Bodenpolitik. In: Ritter, Ernst-Hasso (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung. 4.Auflage 117-125. Hannover
Eine Policy – im Gegensatz zum Instrument – enthält immer Ziel und Mittel (z.B.. Althaus et al. 2007)
Ein Ziel bezieht sich dabei auf die Idee einer gewünschten zukünftigen Entwicklung/Zustands und setzt voraus, dass ein Akteur bereit ist Ressourcen zu investieren, um das Ziel zu erreichen.
Ein Policy-Mix ist die Kombination verschiedener Instrumente, um mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen (z.B. Givoni 2014)
Unter Instrumenten-Mix verstehen wir die Kombination verschiedener Instrumente, um ein Ziel zu erreichen.
Im Rahmen der Bauleitplanung soll gemäß § 1 Abs. 5 Satz 1 BauGB eine sozialgerechte Bodennutzung erzielt werden. Diese beschreibt eine auf das Wohl der Allgemeinheit ausgerichtete Bodenpolitik und umfasst die Realisierung bezahlbaren Wohnungsangeboten sowie die Beteiligung privater Akteure an den Kosten der Baulandbereitstellung (Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München 2017: 6)
Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (Hrsg.) (2017): Sozialgerechte Bodennutzung in Kommunen des Wirtschaftsraums München.
Soziale Innovationen sind neue soziale Praktiken, Konzepte, Produkte, Organisations- und Governanceformen durch die gesellschaftliche Herausforderungen auf neuartige Weise gelöst werden können. Soziale Innovationen funktionieren in der Praxis (Mulgan et al. 2007) und werden idealerweise nachgeahmt. Der soziale Aspekt bezieht sich dabei sowohl auf die Ziele, die durch die Innovation adressiert werden, als auch auf die Mittel, die eingesetzt werden, um sie zu erreichen (Haxeltine et al 2013: „social in ends and means“). Im Projekt UBoPlus liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf jenen sozialen Innovationen, die gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum und den ressourcenschonenden Umbau des Bestands fördern.
Mulgan, G. et al. 2007. Social Innovation. What it is, why it matters and how it can be accelerated. Oxford: Said Business School.
Haxeltine. A.; Wittmayer, J., Avelino, F. 2013. Transformative Social Innovation: A Sustainability Transitions Perspective on Social Innovation. In: Social Frontiers. The next edge of social innovation research, Rotterdam: Erasmus University.
Wir verstehen Stakeholder synonym zu Akteuren. Das können Personen (individuelle Akteure) oder Gruppen bzw. Organisationen (kollektive Akteure) sein.
Aktive Stakeholder: Akteure, welche heute oder in Zukunft die Macht und Legitimität besitzen, die Ulmer Bodenpolitik zu beeinflussen.
Passive Stakeholder: Akteure, welche zwar keine Macht besitzen, aber durch die Ulmer Bodenpolitik beeinflusst werden, also legitime Ansprüche besitzen, d. h. Betroffene oder auch indirekt Profitierende.
Stakeholder der Ulmer Bodenpolitik sind diejenigen Akteure, die Prozesse mit Bezug zu Städtischen Flächenan- und Verkauf, Erschließung (und Bau) beeinflussen bzw. davon beeinflusst werden.
Achterkamp M C, Vos J F (2007): Critically Identifying Stakeholders. Evaluating boundary critique as a vehicle for stakeholder identification, Systems Research and Behavioral Science, Vol. 24, 3-14
Mitchell R K, Agle B R, Wood D J (1997): Toward a theory of stakeholder identification and salience. Defining the principle of who and what really counts, Academy of Management Review, Vol. 22, No. 4, 853-886
Teufel, B./ Erdmann, L. (2015): Akteurs und Netzwerkanalyse. Arbeitspapier im Arbeitspaket 1 (AP 1.3) im INNOLAB Projekt „Living Labs in der Green Economy: Realweltliche Innovationsräume für Nuterintegration und Nachhaltigkeit“ URL:https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/ccv/2015/INNOLAB_8_LivingLab-Akteurs-und-Netzwerkanalyse.pdf; letzter Zugriff 04.08.2020


