UBoPlus-Projektteam in Dortmund: Gemeinsam Praxis und Theorie verbinden!
Wie lassen sich innovative Instrumente der Bodenpolitik wirksam kombinieren und unter realen Bedingungen anwenden und weiterentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres konstruktiven und effizienten Projektteamtreffens bei unserem Verbundpartner TU Dortmund.
Ziel des dritten internen Projekttreffens war es, ein gemeinsames Verständnis der Reallabore und der Wechselwirkungen und Wirkungen bodenpolitischer Instrumente zu stärken, die Schnittstellen zwischen wissenschaftlicher Analyse und praktischer Umsetzung zu klären und die Zusammenarbeit der Verbundpartner weiter zu vertiefen.
Zum Auftakt leitete der WILA Bonn einen co-kreativen Workshop, in dem die Projektpartner die Perspektiven unterschiedlicher Akteur:innen einnahmen: Was bewegt Flächeneigentümer:innen? Welche Wünsche, Bedenken und Widerstände gibt es? Und welche Angebote und Instrumentenkombinationen kann die Stadtverwaltung entwickeln? Anhand von acht Personas erarbeiteten zwei Gruppen mögliche Lösungsansätze für ein ausgewähltes Stadtquartier. Die Ergebnisse wurden zusammengeführt, diskutiert und dokumentiert.
Der Workshop bietet eine wertvolle Grundlage für unseren Praxispartner Stadt Ulm, um die Aktivitäten in den Reallaboren gezielt zu planen und vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse und Interessen der beteiligten lokalen Akteur:innen sowie die Frage, wie diese zielgruppengerecht informiert und aktiv in die Prozesse eingebunden werden können. So trägt der Perspektivwechsel dazu bei, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und passende Beteiligungsformate und Lösungsansätze zu entwickeln.
Im Anschluss standen die wissenschaftlichen Analysen im Fokus:
Policy-Interaktionsanalyse (ZIRIUS): Welche bodenpolitischen Instrumente verstärken oder behindern sich gegenseitig? Anhand gemeinsam ausgewählter Kerninstrumente der Ulmer Bodenpolitik wurden die Wechselwirkungen systematisch analysiert und mit den Projektpartnern validiert.
Städtevergleich (TU Dortmund): Wie entwickeln sich Boden-, Bauland- und Mietpreise in Ulm im Vergleich zu anderen Städten?
Wirkungsmodelle (TU Dortmund): Wie lassen sich die Wirkungen ausgewählter Instrumente anhand von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen, Indikatoren und Evaluationsdesigns untersuchen?
Das Treffen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.
Vielen Dank an alle Projektpartner für den intensiven Austausch und die engagierte Zusammenarbeit – und an die TU Dortmund für die Gastfreundschaft!
